{"id":1569,"date":"2012-09-13T17:12:20","date_gmt":"2012-09-13T16:12:20","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.biketravel.net\/?p=1569"},"modified":"2025-02-01T22:58:26","modified_gmt":"2025-02-01T21:58:26","slug":"sun-and-storm-cyclingkenai-peninsula","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.biketravel.net\/de\/bike-around-the-world\/sun-and-storm-cyclingkenai-peninsula\/","title":{"rendered":"Sonne und Sturm: Kenai Halbinsel"},"content":{"rendered":"<p><a class=\"shutterset_\" title=\"As seen from the Resurrection Bay\" href=\"https:\/\/i0.wp.com\/blog.biketravel.net\/wp-content\/gallery\/northamerica_2012\/mg_0265.jpg?ssl=1\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" class=\"ngg-singlepic ngg-left\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/blog.biketravel.net\/wp-content\/gallery\/northamerica_2012\/thumbs\/thumbs_mg_0265.jpg?w=1170&#038;ssl=1\" alt=\"Bear Glacier\" \/><\/a>Wie die Zeit vergeht: Vor fast f\u00fcnf Monaten sind wir in Los Angeles gestartet und nach mehr 6&#8217;000 Kilometer ist die Reise in Alaska schon fast zu Ende. Aber bevor ich im n\u00e4chsten Blogeintrag ein Fazit ziehe, hier noch was wir in den letzten gut zwei Wochen auf der Kenai Halbinsel erlebten. Es war ziemlich viel und deshalb ist der Eintrag auch etwas lange geworden&#8230;<\/p>\n<p><strong>Anchorage &#8211; Homer<\/strong><br \/>\nNach einigen nassen Tagen auf dem Weg nach Anchorage, freuten wir uns auf eine trockene Unterkunft im Alaska Backpackers Inn. Leider war unser Zimmer aber irgendwie verseucht (Schimmel oder so was) und schon nach kurzer Zeit fingen wir zu Husten an. Wir waren deshalb auch froh, als es nach zwei N\u00e4chten wieder weiter ging. Unser n\u00e4chstes Ziel war die Kenai Halbinsel. Auf die hatte ich mich schon l\u00e4nger gefreut, da man von hier eine sch\u00f6ne Sicht auf die unz\u00e4hligen Vulkane der Aleuten hat (oder besser gesagt h\u00e4tte, aber dazu sp\u00e4ter). Da uns die Zeit fehlte die Strecke von Anchorage bis Homer am Ende von Kenai und wieder zur\u00fcck mit dem Velo zu fahren, entschieden wir uns f\u00fcr die Hinfahrt den Bus zu nehmen. Dies auch mit der Hoffnung, dass wir so weniger Gegenwind haben w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Wir standen also rechtzeitig beim B\u00fcro der StageLine in Anchorage bereit und verluden unsere Velos in den Anh\u00e4nger des Kleintransporters. Ich hatte eher mit einem Reisebus gerechnet aber abgesehen von einem kaum Englisch sprechenden Chinesen waren wir die einzigen Fahrg\u00e4ste. Und los ging es. Zuerst mal aus der Stadt raus und dann der Turnagain Bucht entlang. Das Wetter war fantastisch und der Blick \u00fcber die Bucht ebenso. Als wir dem Meer n\u00e4her kamen, fiel uns eine gebogene Linie auf, die sich quer \u00fcber die Bucht erstreckte. Wir hatten erst keine Ahnung was das war aber als wir direkt am Meer entlang fuhren, war es klar: Das ist die Flut! Die ist in dieser Buch an manchen Tagen so stark und so schnell, dass sie eine Welle bildet. Und die ist hoch genug, dass Leute darauf zu surfen versuchen. Was f\u00fcr ein Schauspiel! Leider waren wir nicht mit dem Velo unterwegs und deshalb gibt es auch keine Bilder davon. Weiter ging es durch eine bergige Landschaft (wir freuten uns schon auf die Steigungen) und die Strasse wurde manchmal sehr eng (was wir gleich mal verdr\u00e4ngten). Auf der anderen Seite ging es wieder hinunter Richtung Meer. In der Zwischenzeit waren die ersten Wolken aufgezogen, aber wir konnten noch einen Blick Richtung Augustine Vulkaninsel im Cook Inlet erhaschen. Leider auch hier kein Bild. Am sp\u00e4teren Abend erreichten wir schliesslich Homer. Der mitreisende Chinese redete ununterbrochen mit &#8222;Chinese Restaurant&#8220; auf den Fahrer ein, da er anscheinend zu einem solchen musste. Er hatte aber keine Ahnung, wie dieses denn genau heissen w\u00fcrde. Anscheinend gab es im Ort aber mehrere. Aber auch dies konnte der hilfsbereite Fahrer mit einem Telefonanruf kl\u00e4ren (Ich hoffe dies jedenfalls, da sonst der Chinese noch heute im Ort herum irren w\u00fcrde\u2026). Wir deckten uns erstmal im Supermarkt mit Essen ein und bauten auf dem RV Campground unsere Zelte auf (wir waren fast die einzigen G\u00e4ste und die einzigen mit Zelte\u2026). Beim Nachtessen war es schon dunkel.<\/p>\n<p><strong>Homer &#8211; Seward<\/strong><br \/>\nIch rechnete damit, dass es bereits in der Nacht zu regnen anfangen w\u00fcrde (die Wetteraussichten waren ausgesprochen schlecht). Aber Petrus hatte erbarmen und liess uns die Zelte trocken einpacken. Es windete stark und man sah der Regen auch schon in der Ferne, als wir los fuhren. Nach einer knackigen Steigung war es soweit: Es regnete und wir kleideten uns entsprechend um. In diesem Moment fuhren <a title=\"http:\/\/joeyandemmysbicycletour.weebly.com\/\" href=\"http:\/\/joeyandemmysbicycletour.weebly.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Emmalee und Joey<\/a> vorbei, die mit ihrem Velo in New York gestartet waren. Zusammen ging es weiter. Und es war ausgesprochen nass und kalt. So unangenehm, dass wir uns f\u00fcr die Mittagspause in das einzige Restaurant unterwegs fl\u00fcchteten. Danach ging es weiter durch den Regen. Die beiden anderen hatten \u00fcber warmshowers.org eine Unterkunft in Ninilchik gefunden. Wir wollten eigentlich auf einen Zeltplatz. Kurz vor dem Ort hielt ein Auto neben uns an und offerierten uns unser Zelt in ihrer &#8222;Garage&#8220; aufzustellen. Das wichtigste war uns aber, dass wir irgendwo rein und unsere Kleider trocknen konnten. Die Aussicht auf einen zwar gedeckten aber sonst ungeheizten Platz war da nicht so verlockend und wir fuhren weiter. Emmalee und Joey verstanden das nicht wirklich, aber wir hatten einfach genug von Regen und K\u00e4lte (sie w\u00fcrden die Nacht schliesslich auch nicht draussen verbringen\u2026). Im Ort angekommen fuhren die beiden weiter und wir zum Zeltplatz. Wir waren so nass und durchfroren, dass wir keine Lust mehr auf Campieren hatten. Nach etwas jammern offerierte uns die Besitzerin des Platzes ein Mobile Home f\u00fcr 90 Dollar. F\u00fcr uns war das viel Geld aber wir hatten uns auf der ganzen Reise nichts solches geg\u00f6nnt und griffen dankend zu. Was war das f\u00fcr eine Wohltat! Wir genossen es in vollen Z\u00fcgen.<\/p>\n<p>Am Morgen waren die meisten Sachen wieder trocken. Leider regnete es aber noch immer in Str\u00f6men und es bildeten sich grosse T\u00fcmpel auf dem Zeltplatz. Wir hatten keine Wahl und fuhren weiter. Mittagspause gab es wiederum in einem Restaurant um uns etwas aufzuw\u00e4rmen. Eigentlich hatten wir geplant die Nacht auf einem Zeltplatz zu verbringen. Aber da wiederum alles komplett nass war, entschieden wir uns f\u00fcr ein Motel. Im Ort Soldotna gab es ein Best Western mit einem guten Deal: unter 80 Dollar inklusive Fr\u00fchst\u00fcck (je ein 15 Dollar Gutschein im angrenzenden Restaurant). Eigentlich h\u00e4tte der Preis erst ab dem n\u00e4chsten Tag gegolten (Saisonende) aber wir bekamen ihn dank Ines schon fr\u00fcher. Am n\u00e4chsten Morgen regnete es noch immer und wir hatten keine Lust mehr weiter zu fahren. Denn nun gab es keine warmen und trockenen Optionen mehr (jedenfalls nicht bezahlbare), sondern nur noch einfache Zeltpl\u00e4tze. Und so entschieden wir uns noch eine Nacht zu bleiben. Aber kaum hatten wir die zus\u00e4tzliche Nacht bezahlt, h\u00f6rte der Regen auf und sogar die Sonne kam hervor. Naja, wir konnten den Tag auch so nutzen und ich ersetzte an meinem Hinterrad den nach mehr als 5&#8217;500 Kilometern v\u00f6llig durchgefahrenen Pneu. Er hatte an der Seite schon Ausbuchtungen und Risse und ich hatte Angst, dass er ihn in einer rasanten Abfahrt <a title=\"Mehrere Blockaden und eine Panne sp\u00e4ter\" href=\"https:\/\/blog.biketravel.net\/de\/bike-around-the-world\/several-blockages-and-a-puncture-later\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">explodieren<\/a> w\u00fcrde\u2026<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Tag ging es weiter. Und nat\u00fcrlich hatte sich die Sonne wieder verzogen. Es windete zwar ziemlich stark aber zum Gl\u00fcck hielt sich der Regen in Grenzen. Daf\u00fcr hatten wir das Vergn\u00fcgen bei Copper Landing durch den Strassenabschnitt ohne Randstreifen zu fahren. Und das war nicht lustig. Wir waren schon ziemlich m\u00fcde, als wir beim Zeltplatz beim Russian River ankamen. Eigentlich wollten wir hier unsere Zelte aufstellen, aber der Zust\u00e4ndige meinte, dass das \u00dcbernachten in Zelten bis Ende Saison nicht mehr m\u00f6glich sei, da ein B\u00e4r zwei Zelte auseinander genommen h\u00e4tte\u2026 Etwas frustriert fuhren wir auf dem gef\u00e4hrlichen Strassenabschnitt weiter. Zum Gl\u00fcck war der Camping beim Copper Creek ein paar Kilometer sp\u00e4ter auch f\u00fcr Zelte noch offen.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen mussten wir uns entscheiden, ob wir direkt zur\u00fcck nach Anchorage fahren oder doch noch einen Abstecher in den Ort Seward machen wollten. Es roch f\u00f6rmlich nach Regen, aber wir hatten die Hoffnung in Seward in einem Hostel Unterschlupf zu finden, sofern wir in einem Tag dahin kommen w\u00fcrden. Nach Anchorage w\u00fcrden wir mindestens noch zwei Tage brauchen und w\u00e4ren dann viel zu fr\u00fch dort. Also ging es nach Seward. Unterwegs sahen wir immer mal wieder Lachse in den B\u00e4chen, leider aber keine B\u00e4ren. Starker Wind trieb die Wolken durch die Berge, aber zum Gl\u00fcck griff er nur vereinzelt bis auf den Boden durch. Ansonsten h\u00e4tten wir es nie und nimmer bis nach Seward geschafft. Auf der Passh\u00f6he fing es schliesslich wieder an zu regnen. Wir hatten es schon so vermisst. Es wurde langsam etwas sp\u00e4t und ich rief (nachdem ich wieder Empfang hatte) im Hostel an, um zwei Betten zu reservieren. Dies war kein Problem und so erreichten wir eine Stunde sp\u00e4ter nass aber gl\u00fccklich Seward. Wir hatten es geschafft.<\/p>\n<p><strong>Seward<\/strong><br \/>\nSeward liegt in einer Bucht umgeben von unz\u00e4hligen Gletschern. Und von dort aus kann man auch Bootstouren in den Kenai Fjords National Park machen. Zwar war das Wetter nicht wirklich gut, aber die Wetteraussichten f\u00fcr die n\u00e4chsten Tage waren noch viel schlechter. Und so entschieden wir uns f\u00fcr die Bootstour am n\u00e4chsten Tag. Bei regnerischem Wetter ging es hinaus in die Resurrection Bay. Der kommende Sturm schickte seine Wellen schon voraus und es wurde holprig. Einer dieser Schl\u00e4ge war ziemlich stark und ich verlor auf dem obersten Deck kurz den Bodenkontakt; konnte mich aber festhalten. Kurz danach kam \u00fcber die Lautsprecheranlage die Frage nach einer medizinischen Fachperson an Bord: Eine Mitreisende ein Deck weiter unten hatte weniger Gl\u00fcck und st\u00fcrzte die Treppe hinunter. Sie stiess sich anscheinend so ungl\u00fccklich den Kopf, dass sie bewusstlos liegen blieb. Das war es mit der Tour. Sie musste dringend ins Spital und wir deshalb zur\u00fcck in den Hafen. Unterwegs hoffte ich nur, dass dies gut kommen w\u00fcrde, da sie anscheinend bewusstlos auf dem R\u00fccken lag. Ich war dann etwas erleichtert, als ich sp\u00e4ter sah, dass sie die Hand an den Kopf bewegt hatte. Im Hafen angekommen, wurde sie von der Ambulanz abgeholt. Wir hatten die Wahl entweder zu einem reduzierten Preis und gratis Mittagessen noch eine Kurztour zu machen oder das Geld r\u00fcckerstattet zu bekommen. Wir entschieden uns f\u00fcr Zweites, da wir die grosse Tour zum Gletscher machen wollten. Dann w\u00fcrden wir halt noch etwas in Seward bleiben, auch wenn dies unser Zeitplan ziemlich durcheinander wirbeln w\u00fcrde. Aber an Velo fahren war im Moment eh nicht zu denken: in der Nacht erreichte der Sturm das Festland und es regnete ununterbrochen. Zwar hielt sich der Wind in Seward etwas zur\u00fcck, aber in Anchorage kam es zu Stromausf\u00e4llen und massiven Sch\u00e4den. Da waren wir doch lieber nicht in einem Zelt irgendwo in den Bergen\u2026 Am n\u00e4chsten Tag regnete es noch immer und wir nutzten die Zeit um wieder einmal Kleider zu waschen und Essen einkaufen zu gehen. Leider war das Cafe in einer Kirche schon geschlossen, bis wir damit fertig waren. Man kann nicht alles haben. Schlussendlich buchten wir noch eine Tour f\u00fcr den n\u00e4chsten Tag und hofften, dass sich der Sturm bis dann beruhigen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Das Warten hatte sich gelohnt: Bei Sonnenschein ging es hinaus in die Bay. Zwar war das Meer noch ziemlich unruhig aber doch einiges besser als zwei Tage zuvor. Es wurde ein fantastischer Tag und wir sahen unter anderem Dall&#8217;s Porpoises, Orcas, Buckelwale, Seeotter, Seehunde, Seeelephanten und Papageientaucher. Und wir besuchten einen Gletscher. Die Bilder dazu findet Ihr wie immer in der <a title=\"http:\/\/pictures.biketravel.net\/index.php\/Traveling\/North-America-2012\/11-Kenai-Peninsula\" href=\"http:\/\/pictures.biketravel.net\/index.php\/Traveling\/North-America-2012\/11-Kenai-Peninsula\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gallerie<\/a>.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/blog.biketravel.net\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/MG_0265.jpg?ssl=1\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"4280\" data-permalink=\"https:\/\/blog.biketravel.net\/de\/bike-around-the-world\/sun-and-storm-cyclingkenai-peninsula\/attachment\/bear-glacier-2\/\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/blog.biketravel.net\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/MG_0265.jpg?fit=1920%2C1280&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"1920,1280\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;8&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;Canon EOS 5D Mark II&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;As seen from the Resurrection Bay&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1346936604&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;176&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;100&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.00125&quot;,&quot;title&quot;:&quot;Bear Glacier&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"Bear Glacier, Alaska\" data-image-description=\"&lt;p&gt;As seen from the Resurrection Bay&lt;\/p&gt;\n\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/blog.biketravel.net\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/MG_0265.jpg?fit=1024%2C683&amp;ssl=1\" class=\"aligncenter size-full wp-image-4280\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/blog.biketravel.net\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/MG_0265.jpg?resize=1170%2C780&#038;ssl=1\" alt=\"\" width=\"1170\" height=\"780\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/blog.biketravel.net\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/MG_0265.jpg?w=1920&amp;ssl=1 1920w, https:\/\/i0.wp.com\/blog.biketravel.net\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/MG_0265.jpg?resize=300%2C200&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/blog.biketravel.net\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/MG_0265.jpg?resize=768%2C512&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/blog.biketravel.net\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/MG_0265.jpg?resize=1024%2C683&amp;ssl=1 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 1170px) 100vw, 1170px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Seward &#8211; Whittier<\/strong><br \/>\nNach diesem erfolgreichen Tag mussten wir aber weiter. Mir w\u00fcrde die Zeit nicht mehr reichen um bis nach Anchorage zu fahren, da am 10. September (d.h. in vier Tagen) bereits meine F\u00e4hre in Whittier ablegen w\u00fcrde. Auf diesen letzten Kilometern w\u00fcrde uns Leah, eine junge Amerikanerin aus Minnesota begleiten. Sie arbeitete im Sommer im Denali Park und entschied dann noch kurzentschlossen mit einem Velo von Anchorage nach Seward und wieder zur\u00fcck zu fahren. Keine einfache Strecke um mit dem Touren fahren zu beginnen, da ziemlich bergig und z.T. stark befahren. Aber f\u00fcr uns war es nat\u00fcrlich sch\u00f6n etwas Gesellschaft zu haben. Am ersten Tag erreichten wir den Camping am Summit Lake, bei dem wir an einem kleinen Bach unsere Zelte aufstellten. Es wurde eine kalte (ca. 0\u00baC) und sehr feuchte Nacht. Wohl die bisher unangenehmste auf unserer Reise. Zum Gl\u00fcck zeigte sich dann aber am sp\u00e4teren Vormittag doch noch die Sonne und wir brachten unsere Zelte einigermassen trocken und uns selbst wieder warm. Und mit der Sonne zeigte sich auch die Landschaft in sch\u00f6neren Farben, so dass wir einige Male anhalten mussten. Am fr\u00fcheren Abend erreichten wir schliesslich den Williwaw Campground in der N\u00e4he des Portage Gletschers. Es wurde wiederum eine k\u00fchle Nacht, aber wenigstens nicht so feucht. Am Morgen ging es erstmal in die Lodge beim Visitor Center, um uns bei einem Cafe etwas aufzuw\u00e4rmen. Eigentlich wollten wir danach zum Portage Gletscher wandern, aber dies war leider nicht m\u00f6glich. Daf\u00fcr h\u00e4tte man wiederum eine Bootstour machen k\u00f6nnen. Die war uns f\u00fcr 33 Dollar f\u00fcr eine Stunde aber zu teuer. So wanderten wir halt zu einem anderen Gletscher und machten ein paar Bilder der anderen Art am Portage Lake. Auch so hatten wir es lustig.<\/p>\n<p>Ja, und das war es dann. Am n\u00e4chsten Morgen hiess es f\u00fcr Ines und mich Abschied zu nehmen. Sie fuhr nach Anchorage und ich in die andere Richtung nach Whittier. Zum ersten Mal nach mehr als f\u00fcnf Monaten fuhren wir in andere Richtungen. F\u00fcr sie geht es via Anchorage zur\u00fcck nach Deutschland bzw. in die Schweiz und f\u00fcr mich via Seattle nach Japan. Wir beide wissen nicht genau, was da jeweils auf uns zukommen wird. Ziemlich sicher viel spannendes :-).<\/p>\n<p><strong>Whittier<\/strong><br \/>\nIch hatte auch gleich meine erste Herausforderung: Whittier ist nur mit einem kombinierten Zug- und Strassentunnel erschlossen und Velos sind da nicht zugelassen. F\u00fcr mich hiess es deshalb erstmal warten und hoffen, dass mich jemand mitnehmen w\u00fcrde. Gl\u00fccklicherweise hatte ich den ganzen Tag Zeit, da meine F\u00e4hre erst am sp\u00e4ten Abend fahren w\u00fcrde. Aber schon nach kurzer Zeit hielt ein Pickup an und der Fahrer Carl fragte mich, ob ich mitfahren wolle. Nat\u00fcrlich! Schnell war das Velo samt Gep\u00e4ck aufgeladen, aber dann hiess es erst mal warten. Die Z\u00fcge und die Autos nutzten das gleiche Trasse, aber jeweils nicht gleichzeitig und nur in eine Richtung. Und der n\u00e4chste Slot f\u00fcr Autos nach Whittier war erst in etwa 30 Minuten. Carl erz\u00e4hlte mir, dass er und der Mitfahrer Henry auf dem Weg nach Whittier seien, um mit seinem Boot nach aufgestellten Shrimps-Fallen zu schauen. Und er bot mir auch gleich an mitzukommen. Ich war nat\u00fcrlich sofort begeistert, musste aber zuerst noch schauen, was mit meiner F\u00e4hre genau los war. Als ich das letzte Mal eine Internetverbindung hatte sah ich, dass ich ein Update Mail von der F\u00e4hrgesellschaft bekommen hatte. Dies bedeutete meist nichts Gutes, aber um genaueres herauszufinden, musste ich erst Mal wieder Internetzugang haben, was hoffentlich in Whittier der Fall sein w\u00fcrde. Erstmal ging es durch den Tunnel. Eine solche kombinierte Konstruktion habe ich glaube ich noch nie gesehen. Aber irgendwie macht es Sinn, sofern weder der Eisenbahn- noch der Strassenverkehr besonders hoch ist. Als wir auf der anderen Seite wieder herauskamen, hatte ich wieder Empfang und sah zu meinem Erstaunen, dass ich sehr viel Zeit zum Shrimp fischen h\u00e4tte: Die F\u00e4hre w\u00fcrde mehr als 15 Stunden sp\u00e4ter abfahren. Die Frage war nur, wo ich den die Nacht verbringen w\u00fcrde. Aber erstmal ging es bei fantastischem Wetter hinaus aufs Meer. Ich konnte mein Gl\u00fcck kaum fassen und genoss es nur. Die beiden hatten vor l\u00e4ngeren Zeit die Fallen aufgestellt, aber konnten sie wegen dem Sturm nicht vorher einsammeln gehen. Und bis am 15. September mussten sie sie wieder geholt haben, da dann die Fangsaison abl\u00e4uft. Als wir in die Blackstone Bay einbogen, pr\u00e4sentierte sich uns diese spiegelglatt, fast wie ein See. Dann war das Ziel die mit einer Boje markierten Fallen zu finden. Dies ist nicht immer einfach, da der Wind und die Str\u00f6mung die Fallen verschieben. Diese k\u00f6nnen dann auch verloren gehen. Schlussendlich fanden wir aber zwei von drei Fallen bwz. Bojen mit mehreren Fallen. Diese wurden hochgezogen und die Shrimps daraus noch gleich auf dem Boot verarbeitet (sprich der Hinterteil abgerissen und verpackt und der Vorderteil wieder \u00fcber Bord). In zwei der Fallen hatte sich auch schon je ein Tintenfisch \u00fcber die Shrimps hergemacht aber den Weg aus der Falle nicht mehr hinaus gefunden. Carl und Henry waren so nett und liessen diese am Leben, auch wenn sie ihnen die Shrimps weggefressen hatten. Da es f\u00fcr sie die letzte Fahrt der Saison und das Wetter ausgesprochen gut war, fuhren wir noch zum Blackstone Gletscher, genossen dort zwischen dem Eis ihr Bier und meinen ger\u00e4ucherten Lachs, den ich einige Tage zuvor unterwegs gekauft hatte. Was f\u00fcr ein Tag! Danach ging es zur\u00fcck nach Whittier. Dort bot mir Carl an, dass ich die Nacht auf seinem zweiten, sch\u00f6nen Boot verbringen k\u00f6nnte. Ich nahm das Angebot dankend an. So hatte ich einen trockenen Platz, falls das Wetter wirklich wie angek\u00fcndigt schlecht werden w\u00fcrde. Am n\u00e4chsten Morgen regnete es dann auch wirklich ziemlich stark, was den ganzen Tag in Intervallen so blieb.<\/p>\n<p>Und nun bin ich eben auf der F\u00e4hre M\/V Kennicott des Alaska Marin Highways und auf dem Weg nach Bellingham und sollte am 16. September dort eintreffen. Dann geht es mit dem Zug weiter nach Seattle. Und am 20. September beginnt ein neues Abenteuer: Japan, bzw von Tokyo nach S\u00fcden. Was ich genau dort machen werde ist noch offen. Tipps sind aber herzlich willkommen :-).<\/p>\n<p>Viele Gr\u00fcsse aus Alaska vom schaukelnden Schiff,<\/p>\n<p>Stefan<\/p>\n<p>PS: Die Bilder zum Kenai Teil gibt es wie immer in der <a title=\"http:\/\/pictures.biketravel.net\/index.php\/Traveling\/North-America-2012\/11-Kenai-Peninsula\" href=\"http:\/\/pictures.biketravel.net\/index.php\/Traveling\/North-America-2012\/11-Kenai-Peninsula\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gallerie<\/a>.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie die Zeit vergeht: Vor fast f\u00fcnf Monaten sind wir in Los Angeles gestartet und nach mehr 6&#8217;000 Kilometer ist die Reise in Alaska schon fast zu Ende. Aber bevor ich im n\u00e4chsten Blogeintrag ein Fazit ziehe, hier noch was wir in den letzten gut zwei Wochen auf der Kenai Halbinsel erlebten. 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