{"id":1832,"date":"2012-12-20T03:39:00","date_gmt":"2012-12-20T02:39:00","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.biketravel.net\/?p=1832"},"modified":"2015-01-25T17:32:15","modified_gmt":"2015-01-25T16:32:15","slug":"rotorua-tongariro","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.biketravel.net\/de\/bike-around-the-world\/rotorua-tongariro\/","title":{"rendered":"Heiss: Rotorua &#8211; Tongariro"},"content":{"rendered":"<p><a class=\"shutterset_\" title=\"Northern Circuit NZ\" href=\"https:\/\/i0.wp.com\/blog.biketravel.net\/wp-content\/gallery\/nz_12\/dscn2475.jpg?ssl=1\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ngg-singlepic ngg-none alignleft\" title=\"Auf dem Weg zur Waihohonu H\u00fctte mit Mt Ruapehu im Hintergrund\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/blog.biketravel.net\/wp-content\/gallery\/nz_12\/thumbs\/thumbs_dscn2475.jpg?resize=150%2C112&#038;ssl=1\" alt=\"Auf dem Weg zur Waihohonu H\u00fctte mit Mt Ruapehu im Hintergrund\" width=\"150\" height=\"112\" \/><\/a>Schon wieder sind gut zwei Wochen vorbei und ich in der Zwischenzeit schon in Wellington und bald auf der S\u00fcdinsel. Die Nordinsel ist also f\u00fcr den Moment mal abgeschlossen. Aber auch diese hatte sehr viel zu bieten (wie man an der L\u00e4nge des Berichtes sieht) und es g\u00e4be noch viel mehr zu sehen. Vielleicht kommt das noch. Aber der Reihe nach.<\/p>\n<p><strong>Hahei &#8211;\u00a0 Whangamata<\/strong><br \/>\nNachdem wir wegen dem schlechten Knie von meinen Finnischen Mitradler Thomas und dem garstigen Wetter noch einen Tag l\u00e4nger in Hahei geblieben waren, ging es am n\u00e4chsten Tag doch noch weiter. Es war sch\u00f6n endlich wieder mit jemandem unterwegs zu sein und nicht alleine fahren zu m\u00fcssen. Das Sch\u00f6ne in Neuseeland ist, dass man sich fast nicht verfahren kann, da es nicht viele verschiedene Strassen hat. Aber auch so schafften Thomas und ich es, uns unterwegs aus den Augen zu verlieren. Dank der modernen Kommunikationsmittel fanden wir einander nach dem Mittag aber wieder. Weiter ging es der Ostk\u00fcste entlang Richtung S\u00fcden. Immer mal wieder hoch und hinunter. H\u00f6henmeter macht man hier definitiv genug. Das Wetter war ziemlich wechselhaft, aber der Regen hielt sich zur\u00fcck. Gegen Abend erreichten wir schliesslich den Ort Whangamata. Eigentlich wollten wir ins dortige Hostel aber das war uns f\u00fcr den Preis zu schmuddelig. Und so entschieden wir uns f\u00fcr zelten im Motorcamp. Und auf dem Weg dorthin wurden wir gleich mal richtig mit Regen eingedeckt. Die Platzwartin meinte aber nur, das sei noch nichts. Es h\u00e4tte an diesem Tag einen Tornado in Auckland gegeben (mit Toten) und dieses Unwetter sei nun auf dem Weg hierher. Ich wollte ja schon immer mal einen Tornado sehen, aber am liebsten nicht auf einem Zeltplatz\u2026 Wir stellten unsere Zelte auf und dann fing es wieder so richtig zu sch\u00fctten an. Aber der Tornado blieb zum Gl\u00fcck aus. Daf\u00fcr hatten wir zum Nachtessen eine Familienpackung Fish &amp; Chips mit ziemlich ekligen Lammw\u00fcrsten\u2026 und grossen Bieren. All dies kann man im \u00dcbrigen auch mit Senf essen, wenn man keine Mayo und Ketchup hat :-).<\/p>\n<p><strong>Whangamata &#8211; Waihi &#8211; Katikati &#8211; Rotorua<\/strong><br \/>\nWeiter ging es Richtung S\u00fcden. Und an diesem Tag hatten wir gut schweizerisches Aprilwetter in Neuseeland: Regen und Sonne wechselten sich st\u00e4ndig ab. Nur der Schnee fehlte noch. Aber auch so erreichten wir am Mittag den Ort Waihi und fl\u00fcchteten uns vor dem n\u00e4chsten Regenschauer in die \u00f6rtliche B\u00e4ckerei um uns mit Pies (ich liebe diese!) und S\u00fcssigkeiten ausgiebig zu st\u00e4rken. Das Markanteste in diesem Ort ist die offene Goldmine: Ein gigantisches Loch gleich am Rand des Ortszentrums. Da mussten wir nat\u00fcrlich schon einen Blick hinein werfen. Danach ging es weiter \u00fcber den Highway 2. Dieser hat auch den \u00dcbernamen Suecide Highway. Und er ist wirklich sehr unangenehm zu fahren, da sehr viel Verkehr (viele Lastwagen), eng und die Leute auch sehr schnell fahren\u2026 Eigentlich wollten wir an diesem Tag noch etwas weiter, aber als wir den Ort Katikati erreichten, fehlte uns die Motivation und wir stellten unsere Zelte im Garten des dortigen Hostels auf. So machten wir an diesem Tag nur 55km. Und das bedeutete auch, dass wir am n\u00e4chsten Tag erheblich mehr machen mussten\u2026 Aber das verdr\u00e4ngt man in solchen Momenten \ud83d\ude42<\/p>\n<p>Auch in der Nacht regnete es immer mal wieder. Und so mussten wir am Morgen erst Mal unsere Zelte trocknen lassen. Ein Sp\u00e4tstart ist nicht unbedingt die beste Vorraussetzung um weit zu kommen. Aber zum Gl\u00fcck wird es hier im Moment erst gegen 21 Uhr dunkel. Und so fuhren wir der K\u00fcste entlang Richtung Tauranga. Kurz vor erreichen des Ortes bogen wir Richtung Berge ab und verliessen auch den gef\u00e4hrlichen Highway 2. Und kurz nach dieser Abzweigung gab es auch etwas zu feiern: Ich hatte auf dieser Reise schon mehr als 10&#8217;000km mit dem Velo zur\u00fcck gelegt. Daf\u00fcr gab es einen Schluck Gatorade und weiter ging es den Berg hinauf. Die Sonne brannte intensiv und wir mussten bei unserer Mittagspause aufpassen, dass wir keinen Sonnenbrand bekamen. Auch die Strecke forderte uns einiges ab. Ging es doch immer mal wieder steil in eine Schlucht hinab und, wie es Schluchten halt so an sich haben, auch Steil auf der anderen Seite hoch. Aber schlussendlich erreichten wir den Scheitelpunkt und es ging wellig hinab Richtung Lake Rotorua. \u00dcber dem hatte sich in der Zwischenzeit ein Gewitter gebildet. Und dieses war definitiv nicht von schlechten Eltern. Als wir den Holiday Park in Ngongotaha erreichten, zeigte sich im Zentrum des Gewitters starke Rotation. Ich w\u00e4re nicht \u00fcberrascht gewesen, wenn sich da ein Tornador\u00fcssel daraus abgesenkt h\u00e4tte. Ich musste nat\u00fcrlich ein paar Bilder und auch ein kurzes Video davon machen. Thomas organisierte uns in der Zwischenzeit ein paar Matratzen im Sitzungsgeb\u00e4ude. Und so mussten wir dankenswerter Weise bei diesem st\u00fcrmischen Wetter unsere Zelte nicht aufstellen<\/p>\n<p>Unser n\u00e4chstes Ziel hiess Rotorua und dieses war lediglich ein paar Kilometer entfernt. Und so erreichten wir den Ort schon am Mittag und quartierten uns in einem Hostel ein. Rotorua ist bekannt f\u00fcr seine heissen Quellen und ein entsprechender Duft liegt \u00fcber der Stadt. Wir wollten diese heisse Quellen auch besuchen aber die Preise schreckten uns ab. Beim gr\u00f6ssten Geysir, dem Pohutu, hat man die Wahl entweder etwa 24 USD pro Person zu bezahlen und ihn nur aus der Distanz zu sehen oder fast 50 USD hinzulegen und daf\u00fcr etwas n\u00e4her ran zu d\u00fcrfen. Bei beiden Angeboten ist zudem noch eine kurze Maori Show inbegriffen. Wir entschieden uns f\u00fcr die g\u00fcnstigere Variante und besuchten das Maori Thermal Village in Whakarewarewa. Und das war noch ganz interessant. Und auch den Geysir sah man gut genug<\/p>\n<p><strong>Rotorua &#8211; Taupo &#8211; Turangi<\/strong><br \/>\nAm n\u00e4chsten Tag ging es weiter Richtung Taupo. Unterwegs hatte es diverse heisse Quellen und Schlammt\u00fcmpel. Eigentlich hatten wir vor in Waiotapu weitere heisse Quellen zu besichtigen. Aber auch hier wurde kr\u00e4ftig zugelangt: Gut 24 USD sollte der Spass kosten. Und das f\u00fcr etwas, was die Natur kostenlos gab und man lediglich ein paar einfache Wege anlegen musste. Wir verzichteten darauf und genehmigten uns stattdessen, zusammen mit ein paar Einheimischen, ein Bad in einem heissen Fluss in der N\u00e4he. In Rotorua trafen wir zwei \u00e4ltere Franz\u00f6sinnen, die ebenfalls mit dem Fahrrad unterwegs waren. Diese erz\u00e4hlten uns von einem Zeltplatz auf dem Weg nach Taupo. Eigentlich hatten wir vor an diesem Tag bis nach Taupo zu fahren. Aber nach dem Bad in der heissen Quelle fiel uns das fahren schwer und so \u00fcbernachteten wir am gleichen Ort wie die Franz\u00f6sinnen. Diese hatten sich auf das im Zeltplatz gelegene heisse Bad gefreut. Anscheinend war es dann aber nicht sehr einladend. Wir hatten unseres zum Gl\u00fcck schon gehabt\u2026<\/p>\n<p>Kurz vor Taupo besuchten wir die Huka Falls mit ihrem hellblauen Wasser. Auch einen Helikopterflug oder eine Fahrt mit dem Jetboot h\u00e4tte man hier machen k\u00f6nnen. Wir fuhren weiter und erreichten am fr\u00fchen Nachmittag den Ort Taupo, welcher am gleichnamigen See liegt. Und dieser See ist nicht ein normaler See. Es ist die Caldera (Einsturzkraters) eines riesigen Vulkans. Wenn der Ausbricht, dann geht was. \u00c4hnlich wie Yellowstone. Aber im Moment ist er ruhig. Weiter ging es dem See entlang. Eigentlich wollten wir urspr\u00fcnglich kurz nach Taupo campieren. Da wir aber nichts passendes fanden, fuhren wir bis nach Sonnenuntergang weiter, was auch ziemlich spektakul\u00e4r war. Unterwegs sah man immer mal wieder die Dampfwolke der aktiven Te Maari Krater am Tongariro. Diese waren nach einer l\u00e4ngeren Ruhephase im August wieder zu neuem Leben erwacht. Im Moment dampfen sie aber nur vor sich hin, was f\u00fcr mich mittelm\u00e4ssig spannend ist. Man wird mit der Zeit anspruchsvoll\u2026<\/p>\n<p><strong>Turangi &#8211; Whakapapa Village<\/strong><br \/>\nNeuseeland ist ja auch als Wandergebiet (die nennen das hier trampen) bekannt. Und eine der bekanntesten Wanderungen ist das Tongariro Crossing. Im Moment ist dieses wegen den aktiven Kratern verk\u00fcrzt, aber ich wollte trotzdem unbedingt in dieser Region wandern gehen. Thomas musste aber weiter Richtung S\u00fcden, um rechtzeitig in Christchurch zu sein, wo er mit jemand anderem abgemacht hat. Und so trennten sich unsere Wege kurz nach Turangi. Er fuhr weiter \u00fcber die Desert Road, ich bog ab um Richtung Tongariro National Park zu fahren. Dieser Weg f\u00fchrte mich auch etwas n\u00e4her an den aktiven Kratern vorbei, was nat\u00fcrlich v\u00f6lliger Zufall war ;-). Die Strasse zu den Kratern selbst war aber gesperrt und so fuhr ich weiter \u00fcber ziemlich h\u00fcgeliges Gel\u00e4nde Richtung National Park. Unterwegs entschied ich nicht ins National Park Village zu fahren, sondern statt dessen hoch in Richtung des Vulkans Ruapehu, genauer in den Ort Whakapapa. Von dort kann man eine andere grosse Wanderung starten: Den Northern Circuit. Das Tongariro Crossing ist ein Teil davon. Ich w\u00fcrde also so zwei Wanderungen in einer bekommen. Nachdem ich mich beim Camping angemeldet hatte, ging ich gleich ins Visitor Center um die H\u00fctten zu reservieren. Das erste, das mir die dortige Angestellte sagte war, dass sie in zehn Minuten schliessen w\u00fcrden. Ich liess mich aber nicht beirren und beschloss im Eiltempo, in welchen H\u00fctten ich \u00fcbernachten w\u00fcrde. Ich h\u00f6rte zuvor von einem anderen Radfahrer, dass er nur ein Mal auf der Runde \u00fcbernachtete. Ich beschloss zwei Mal zu \u00fcbernachten, damit ich etwas mehr Zeit h\u00e4tte. Aber auch so sollte es ziemlich intensiv werden\u2026<\/p>\n<p><strong>Tongariro Northern Circuit<\/strong><br \/>\nEs regnete in der Nacht immer mal wieder und es dauerte deshalb am Morgen, bis ich das Zelt etwas trockner hatte. Das war n\u00f6tig, da ich das Fahrrad und auch mein Gep\u00e4ck inklusive Zelt beim Camping einstellen konnte. Ich brauchte es auf der Wanderung ja nicht und mein Rucksack war auch so schon voll und schwer genug. Und da ich dieses Mal keinen Michu hatte, der das Zelt h\u00e4tte schleppen k\u00f6nnen, war Zelten auch keine Option.\u00a0 Die H\u00fctten hier sind mit Kochstellen und Toiletten ausger\u00fcstet. Kochgeschirr etc. und Essen muss man aber alles selbst mittragen, was f\u00fcr drei Tage doch schon etwas an Gewicht zusammen bringt. Das Trinkwasser in den H\u00fctten ist unbehandeltes Regenwasser.<\/p>\n<p>Und dann ging es los. Meine erste lange Wanderung seit langem. Aber der erste Tag sollte gem\u00fctlich sein. Gute drei Stunden waren f\u00fcr die Strecke Whakapapa Village bis zur ersten H\u00fctte, der Mangatepopo, angegeben. Ich war dann auch schon nach 2 Stunden 15 Minuten bei der H\u00fctte. Eigentlich wollte ich an diesem Tag noch etwas in Richtung der Gipfel weiter wandern. Aber ich wurde kurz vor der H\u00fctte vom Regen so eingedeckt, dass ich f\u00fcr den Rest des Tages mit trocknen meiner Kleider, Schuhe und Rucksack besch\u00e4ftigt war\u2026\u00a0 Daf\u00fcr wurden wir am Abend mit einem sch\u00f6nen Sonnenuntergang entsch\u00e4digt.<\/p>\n<p>Nach einer ziemlich unruhigen Nacht (ich hatte wieder einmal einen grauenhaften Schnarcher in meinem Zimmer), marschierte ich kurz vor sieben los. Ich war einer der ersten, was auch n\u00f6tig war, da es heute ziemlich heftig aufw\u00e4rts gehen w\u00fcrde und ich zudem eine der H\u00fctten \u00fcberspringen musste. Immer noch als einer der ersten erreichte ich nach etwas mehr als einer Stunde im Nebel den Sattel zwischen den Vulkanen Tongariro und Ngauruhoe. Letzterer ist auch bekannt als Mount Doom in den Lord of the Rings Verfilmungen. Eigentlich wusste ich, dass es etwas viel sein w\u00fcrde zur normalen Strecke noch eine Besteigung der Vulkane hinzuzuf\u00fcgen. Aber ich f\u00fchlte mich ziemlich gut und wollte es trotzdem probieren. So machte mich auf dem Weg den Kegel des Ngauruhoe hinauf. Der Anfang war noch markiert und auch gut gehbar. Aber nach etwa der H\u00e4lfte der Strecke wurde es sehr steil und \u00e4usserst rutschig. Und ich sp\u00fcrte das Gewicht des Rucksackes. Ich hielt f\u00fcr eine Pause an und entschied mich dann schweren Herzens umzukehren. Ich hatte das Gef\u00fchl, dass es sonst nicht gut kommen w\u00fcrde. Auch so hatte ich schon zuviel Energie verbrannt, was ich noch den ganzen Tag sp\u00fcren w\u00fcrde. Wieder zur\u00fcck auf dem Hauptpfad ging es weiter hinauf. Nun definitiv nicht alleine, hatten sich doch unz\u00e4hlige Tagesausfl\u00fcgler des Tongariro Crossings hinzugesellt. Einige davon waren ziemlich schlecht ausger\u00fcstet und wollten so auch noch den Ngauruhoe hinauf\u2026<\/p>\n<p>Der Nebel war hartn\u00e4ckig und es blies ein starker und kalter Wind. Aber die Landschaft war auch so eindr\u00fccklich. Und in der Region der Emerald Lakes zeigte sich dann auch noch die Sonne. Hier war das momentane Ende des Tongariro Crossing Trekks, da ausgeworfene Steine aus den aktiven Kratern bis hierher (3km vom Krater entfernt) fliegen konnten. Ich respektierte die Absperrung (andere taten dies nicht) und ging nicht n\u00e4her an die Krater ran. Auch deshalb nicht, da sich diese hinter einer Erhebung befanden und man deshalb nicht sah, was dort im Moment abl\u00e4uft. Schliesslich erreichte ich die Oturere H\u00fctte und machte dort erst mal Mittagspause. Ich war schon ziemlich ersch\u00f6pft und meine F\u00fcsse taten mir weh. Aber bis zur n\u00e4chsten H\u00fctte waren es nochmals drei Stunden. Mit langsamen Schritten machte ich mich wieder auf den Weg. Das Gute war, dass ich noch praktisch den ganzen Nachmittag Zeit hatte. Der Vulkan Ruapehu, an dessen Fuss mein Tagesziel lag, kam langsam n\u00e4her. Aber sowohl dessen Gipfel als auch derjenige des Ngauruhoe waren meist wolkenverh\u00fcllt.<\/p>\n<p>Kurz vor erreichen der Waihohonu H\u00fctte kam mir ein junger Belgier entgegen, der in der selben H\u00fctte \u00fcbernachtet hatte. Er meinte, dass wir eine Abzweigung zur H\u00fctte verpasst hatten. Ich hatte kurz zuvor den selben Gedanken und kehrte deshalb mit ihm um. Aber wir fanden keine Abzweigung. Kurz entschlossen ging er deshalb einfach den Hang Richtung Fluss hinunter. Auf der anderen Seite sollte die H\u00fctte sein. Ich war zu m\u00fcde um klar zu denken und folgte ihm durch das Dickicht. Nach l\u00e4ngerem erreichten wir schliesslich den Fluss und er sprang von einem Stein zum anderen dar\u00fcber hinweg. Die Sohlen meiner Wanderschuhe waren schon etwas \u00e4lter und ich war an diesem Tag schon mehrfach ausgerutscht. Ich hatte deshalb Respekt davor von einem Stein in den Bach hinein zu rutschen. Zuerst versuchte ich deshalb mit Steinen eine Br\u00fccke zu bauen. Aber daf\u00fcr war er zu breit und zu tief. Danach suchte ich an einer anderen Stelle einen \u00dcbergang. Aber auch das scheiterte. Und so entschloss ich mich wieder den Hang hinauf zum Weg zu gehen. Dies war aber gar nicht so einfach, da das Gestr\u00fcpp \u00e4usserst dicht war. Ich musste teilweise schlicht dar\u00fcber hinweg klettern. Es dauerte beinahe eine Stunde, bis ich wieder zur\u00fcck auf dem Weg war\u2026 Meine M\u00fcdigkeit half da nat\u00fcrlich auch nicht wirklich. Ich ging den Weg weiter und erreichte nach relativ kurzer Zeit die H\u00fctte. Wir h\u00e4tten am Anfang einfach etwas weiter gehen m\u00fcssen\u2026 Ich war v\u00f6llig ersch\u00f6pft und hatte M\u00fche etwas zu essen. So m\u00fcde war ich schon lange nicht mehr\u2026 Ich erholte mich aber langsam wieder und genoss wiederum einen sch\u00f6nen Sonnenuntergang. Ich war aber zu m\u00fcde um wie geplant auch noch einen Zeitraffer zu erstellen. Mehr als 10 Stunden war ich an diesem Tag am wandern\u2026 Dies ohne Mittagspause gerechnet.<\/p>\n<p>Nach einer erheblich besseren Nacht stand ich fr\u00fch auf, genoss den Sonnenaufgang, ass Fr\u00fchst\u00fcck und machte mich auf den Weg. Gute 5.5 Stunden waren f\u00fcr die Strecke nach Whakapapa Village angegeben. Und diese brauchte ich dann auch. Meine Beine und F\u00fcsse waren schwer und schmerzten. Aber auch so erreichte ich, wieder einmal m\u00fcde aber gl\u00fccklich, am fr\u00fchen Nachmittag den Camping und stellte mein Zelt wieder auf. Das war er also gewesen, der Northern Circuit. Vielleicht reicht es f\u00fcr die Gipfel des Ngauruhoe und Tongariro ja ein anderes Mal :-). Nach einem guten Gespr\u00e4ch mit einer Amerikanischen Radfahrerin, die mit ihrem Mann unterwegs ist, ging ich schlafen.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Tag ging es mit dem Velo ins National Park Village und von dort am Tag danach mit dem Zug nach Wellington. Und von hier am 21. Dezember mit der F\u00e4hre auf die S\u00fcdinsel, wo der zweite Teil der Reise beginnt.<\/p>\n<p>Nun w\u00fcnsche ich Euch schon jetzt sch\u00f6ne Weihnachten! Ich werde meine in Nelson verbringen :-).<\/p>\n<p>Viele Gr\u00fcsse aus Wellington,<\/p>\n<p>Stefan<\/p>\n<p>PS: Die Bilder sind wie immer in der <a title=\"http:\/\/pictures.biketravel.net\/index.php\/Traveling\/New-Zealand-2012-13\/2-Rotorua---Taupo---Tongariro\" href=\"http:\/\/pictures.biketravel.net\/index.php\/Traveling\/New-Zealand-2012-13\/2-Rotorua---Taupo---Tongariro\" target=\"_blank\">Gallery<\/a> zu finden.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schon wieder sind gut zwei Wochen vorbei und ich in der Zwischenzeit schon in Wellington und bald auf der S\u00fcdinsel. Die Nordinsel ist also f\u00fcr den Moment mal abgeschlossen. Aber auch diese hatte sehr viel zu bieten (wie man an der L\u00e4nge des Berichtes sieht) und es g\u00e4be noch viel mehr zu sehen. 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