{"id":1861,"date":"2013-01-28T10:39:26","date_gmt":"2013-01-28T09:39:26","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.biketravel.net\/?p=1861"},"modified":"2015-01-25T17:28:39","modified_gmt":"2015-01-25T16:28:39","slug":"stormy-christchurch-mt-cook-te-anau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.biketravel.net\/de\/bike-around-the-world\/stormy-christchurch-mt-cook-te-anau\/","title":{"rendered":"Windig: Christchurch &#8211; Cook &#8211; Te Anau"},"content":{"rendered":"<p><a class=\"shutterset_\" href=\"https:\/\/i0.wp.com\/blog.biketravel.net\/wp-content\/gallery\/nz_12\/mg_6366.jpg?ssl=1\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ngg-singlepic ngg-left alignleft\" title=\"Unterwegs Richtung Lake Tekapo\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/blog.biketravel.net\/wp-content\/gallery\/nz_12\/thumbs\/thumbs_mg_6366.jpg?resize=150%2C100&#038;ssl=1\" alt=\"Unterwegs Richtung Lake Tekapo\" width=\"150\" height=\"100\" \/><\/a>Die Zeit vergeht unglaublich schnell im Moment und ich kam gar nicht dazu noch einen Blogbeitrag zu schreiben. Aber hier ist er und er handelt \u00fcber die windigen Tage von Christchurch entlang den Neuseel\u00e4ndischen Alpen bis hinunter in den S\u00fcden nach Te Anau.<\/p>\n<p><strong>Christchurch &#8211; Lake Tekapo<\/strong><br \/>\nNachdem ich einige Tage mit der Holl\u00e4nderin Femke unterwegs war, sie aber von Christchurch nach Auckland flog um mit einer Freundin die Nordinsel per Auto zu erkunden, fuhr ich in Christchurch wieder mal alleine los. Und dies mit einem etwas schweren Kopf (ich hatte den Abend mit Helen, ich traf sie auf der F\u00e4hre auf die S\u00fcdinsel, und ein paar Kiwis verbracht) und bei fast 30 Grad Celsius. Die Strecke war etwas langweilig aber gegen Abend erreichte ich den Zeltplatz in der Rakaia Schlucht. Und da waren schon zwei weitere Radfahrer: Heinz und Stephan aus Deutschland. Sie haben einander auf dem Flug nach Christchurch getroffen und fuhren heute den ersten Tag zusammen. Und ab sofort hatten sie noch einen dritten Mitfahrer :-). Heinz war schon mehrfach mit dem Fahrrad in Neuseeland und kennt sich deshalb mit den Strecken sehr gut aus.<\/p>\n<p>Zusammen fuhren wir bei wechselhaftem Wetter nach Geraldine, wo wir uns zum Apero erstmal Fish &amp; Chips mit Bier g\u00f6nnten. Das reichte aber noch nicht und so assen wir noch was anderes (es ist immer noch unglaublich, wie viel man als Velofahrer so isst; ich jedenfalls\u2026). Am n\u00e4chsten Tag ging es weiter nach Lake Tekapo. Speziell das letzte Teilst\u00fcck war landschaftlich sehr sch\u00f6n. Daf\u00fcr k\u00e4mpften wir mit dem Gegenwind. Der Camping im Ort war bereits voll besetzt und so stellten wir die Zelte beim Hostel auf. Das ist immer eine gute L\u00f6sung, sofern sie es erlauben. Zudem war es dort auch sch\u00f6n windgesch\u00fctzt, was sich noch als Vorteil erweisen sollte. Die Landschaft am Lake Tekapo war zu sch\u00f6n um einfach weiter zu fahren. Zudem war f\u00fcr die n\u00e4chsten Tage ein Sturm angek\u00fcndigt. Und so blieben wir etwas l\u00e4nger. Wir nutzten die Ruhe vor dem Sturm um auf den nahe liegenden Mount John zu wandern, von dort ein wunderbares Panorama zu bestaunen und Kaffee und Kuchen zu verspeisen. Man muss das Leben ja auch ein wenig geniessen :-). Am n\u00e4chsten Tag traf schliesslich der Sturm ein und er produzierte auf dem Lake Tekapo Wellen, als wenn dieser ein Meer w\u00e4re. Der schon besuchte Mount John ist in solchen Momenten ein sehr windiger Platz (hier wurden schon Winde bis zu 250km\/h gemessen) und so ging es nochmals dort hinauf. Etwas entt\u00e4uscht waren wir dann schon, als das Caf\u00e9 geschlossen war. Auf der anderen Seite geht auch kein normaler Mensch bei solchem Wetter dort hoch\u2026 Wir waren aber nicht die einzigen. In der Nacht tobte sich der Sturm so richtig aus (es wurden auf dem Mount John Spitzen von 140km\/h gemessen) und es Blitzte und Donnerte intensiv.<\/p>\n<p><strong>Lake Tekapo &#8211; Mount Cook &#8211; Wanaka<\/strong><br \/>\nZwar windete es auch am n\u00e4chsten Tag noch, aber wir beschlossen trotzdem weiter zu fahren. Dazu wollten wir die Abk\u00fcrzung entlang dem Kraftwerkskanal nehmen. Das ging auch so weit gut bis uns ein Auto der Betreibergesellschaft entgegen kam und uns der Fahrer mitteilte, dass die Strasse geschlossen sei. So mussten wir wohl oder \u00fcbel umkehren; nun nat\u00fcrlich mit Gegenwind\u2026 Der Gegenwind begleitete uns noch den ganzen Tag, aber auch so erreichten wir den n\u00e4chsten See: Lake Pukaki. Und auch dieser war vom Sturm aufgew\u00fchlt, was uns auch am Abend auf unserem fast wilden Campingplatz am See ein ziemliches Spektakel bot. Man wurde vom Wind an einigen Stellen fast weggetragen. Zum Gl\u00fcck hatten wir unsere Zelte im Windschatten eines kleinen H\u00fcgels aufgebaut.<\/p>\n<p>Die gr\u00f6sste Sehensw\u00fcrdigkeit in dieser Region ist der Mount Cook, Neuseelands h\u00f6chster Berg. Die Strasse dorthin f\u00fchrt dem Lake Pukaki entlang und zwar genau in Windrichtung. Aber zum Gl\u00fcck hatte der Wind etwas nachgelassen und wir wollten es probieren. Heinz war topfit und fuhr voraus. Stephan und ich im Windschatten hinterher\u2026 Nach einiger Zeit besserte es mit dem Wind und wir konnten die Fahrt bei perfektem Wetter voll geniessen. Und auch der Mount Cook zeigte sich. Wir kamen nicht mehr aus dem Fotografieren heraus\u2026 Gegen Abend erreichten wir schliesslich das Mount Cook Village und die Jugendherberge hatte gerade noch drei Betten f\u00fcr uns frei. Und so genossen wir die hauseigene Sauna und eine Fertig-Pizza.<\/p>\n<p>Nach Besichtigung der Sir Edmund Hillary Statue ging es wieder aus dem Tal hinaus. Der Wind hatte wieder etwas zugelegt aber f\u00fcr einmal hatten wir nun R\u00fcckenwind. So schnell waren wir schon lange nicht mehr unterwegs. Bis zur Mittagspause hatten wir schon mehr als 60 Kilometer zur\u00fcck gelegt\u2026 Den Abend verbrachten wir auf einer Farm in der N\u00e4he von Omarama. Der Besitzer betreibt sein eigenes Haus als Hostel, sprich es hat \u00fcberall Bilder der Familie etc. Ist etwas gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftig. Wir zelteten dort im sehr sch\u00f6nen Garten und genossen mit Biggi (einer jungen Deutschen die wir am Lake Tekapo und am Mount Cook getroffen hatten) ein sehr gutes BBQ.<\/p>\n<p>Wir wussten am n\u00e4chsten Tag nicht so recht, ob wir weiterfahren sollten oder nicht, da es am Morgen gewitterte. Es war dann auch schon Mittag, bis wir richtig losfuhren. Und dies erstmal mit starkem Gegenwind. Zum Gl\u00fcck drehte nach einiger Zeit die Strasse und der Wind war erstmal Geschichte. Langsam ging es hoch Richtung Lindis Pass; speziell das letzte Teilst\u00fcck war steil. Umso rasanter ging es dann hinunter. Stephan und ich setzten beide unsere GoPro Videokameras in Gang und wir alle genossen eine lange Abfahrt. Der Frage war nur noch, wo wir eigentlich \u00fcbernachten w\u00fcrden. Ausser ein paar wenigen Farmen gab es hier nicht viel. Nach l\u00e4ngerem Suchen fanden wir schliesslich einen sehr einfachen Zeltplatz, der sogar ein WC hatte. Was braucht man mehr. Am n\u00e4chsten Morgen ging es weiter und dies erstmal wieder etwas den Berg hinauf. Daraufhin st\u00e4rkten wir uns im Caf\u00e9 in Tarras erstmal ausgiebig. Speziell das Sandwich Torpedo ist empfehlenswert aber auch die Kuchen waren super. Wir schlugen wieder mal richtig zu\u2026 Am sp\u00e4teren Abend erreichten wir schliesslich den Ort Wanaka und zelteten im Kiwi Holiday Park.<\/p>\n<p><strong>Wanaka &#8211; Queenstown &#8211; Te Anau\/Milford Sound<\/strong><br \/>\nIn Wanaka bezogen wir erstmal einen Ruhetag bevor es weiter ging. Und zwar \u00fcber die Crown Range, die h\u00f6chste asphaltierte Strasse in Neuseeland. Wobei diese mit 1&#8217;076m weniger hoch ist als es so t\u00f6nt. Aber steil war sie schon, speziell am Schluss. Aber daf\u00fcr hatten wir uns unterwegs im Restaurant in Cardrona ausgiebig gest\u00e4rkt. Gewisse sollen sogar zwei Portionen des Kuchens bestellt haben\u2026 Ich war es f\u00fcr einmal nicht ;-). In rasanter Fahrt ging es dann hinunter Richtung Queenstown, wo wir bei einem Hostel unsere Zelte aufschlugen. In Queenstown k\u00f6nnte man wieder richtig viel Geld ausgeben f\u00fcr Bungy Jumping, Sky Diving, etc. Wir verzichteten darauf und fuhren weiter. Beziehungsweise wir nahmen das Schiff. F\u00fcr einmal verliessen wir den Asphalt und wechselten auf Schotterpiste. Aber daf\u00fcr mussten wir zuerst einmal den Lake Wakatipu mit einem kohlengetriebenen Dampfschiff \u00fcberqueren. Das f\u00fchlte sich doch etwas wie zu Hause auf dem Vierwaldst\u00e4ttersee an. Wobei die Rauchwolke wegen der Kohle doch erheblich dunkler war\u2026 Die \u00dcberfahrt war ziemlich st\u00fcrmisch und wir waren uns nicht so sicher, ob es eine gute Idee war an diesem Tag schon weiter zu fahren. Aber bei Ankunft an Land in Walter Peak schien die Sonne wieder und wir fuhren los. Zuerst entlang dem See und dann ins Tal des Von River hinein. Und zur Abwechslung gab es hier nach ein paar Kilometern eine Furt. Aber daf\u00fcr hat man ja Sandalen dabei. Das Wasser war nicht sehr tief, aber ein Motorradfahrer, der von der anderen Seite kam, machte hier kehrt :-). Wir fuhren unbeirrt weiter. Als n\u00e4chstes zeigte uns das Wetter, zu was es in der Lage ist. Aber nach einem kurzen st\u00fcrmischen Regenfall klarte es wieder auf und wir fuhren weiter. Nun eine ziemlich knackige Steigung hoch, die nicht mehr enden wollte. Und kaum oben angekommen, begann es heftig zu graupeln. Man konnte es schon fast Hagel nennen. Aber auch das war von kurzer Dauer und die Sonne zeigte sich wieder und tauchte die Gegend in ein warmes Licht. Ich war langsam aber sicher m\u00fcde, aber wir beschlossen bis an die Mavora Lakes weiter zu fahren. Dazwischen lagen aber nochmals zwei Furten\u2026 Die Sonne war dann auch schon hinter dem Horizont verschwunden, als wir schliesslich die Seen erreichten. Nach einem mehr oder weniger ausgiebigen Nachtessen verschwanden alle in ihren Zelten.<\/p>\n<p>In der Nacht wurde es so kalt wie schon lange nicht mehr (wohl einige Grade unter Null) und wir hatten dem entsprechend am Morgen Eis auf unseren Zelten. Aber bald zeigte sich die Sonne und es wurde wieder angenehm warm. Weiter ging es Richtung S\u00fcden. Und bald hiess es sich zu verabschieden. Stephan wollte weiter an die Westk\u00fcste, ich aber erstmal nach Te Anau. Mehr als zwei Wochen waren wir zusammen unterwegs. Wie die Zeit doch schnell vergeht. Heinz und ich fuhren weiter und erreichten am sp\u00e4teren Nachmittag den Ort Te Anau, den s\u00fcdlichsten Punkt meiner Neuseeland Tour. Und da stellten wir das Velo erstmal in die Ecke. Am n\u00e4chsten Tag machten Heinz und ich einen Ausflug auf den Lake Manapouri inklusive Besuch des Kraftwerks, welches sie in den Berg hinein gebaut haben. Der Ausfluss des Kraftwerks geht \u00fcber einen mehrere Kilometer langen Stollen direkt ins Meer in den Doubtful Sound. Auch diesen bekamen wir von weitem noch zu Gesicht.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Tag besuchte ich auf einer weiteren Tour den Milfourd Sound. Das Wetter war nicht optimal aber der Besuch war ok.<\/p>\n<p>Danach hatte ich genug von Touren und auch genug Geld ausgegeben. Deshalb ging es wieder Richtung Norden. Aber mehr dazu im n\u00e4chsten Blogeintrag. Dieser hier wurde auch so schon mehr als lange genug :-). Danke f\u00fcr&#8217;s Lesen.<\/p>\n<p>Viele Gr\u00fcsse aus Neuseeland,<\/p>\n<p>Stefan<\/p>\n<p>PS: Bilder gibt es wie immer in der <a title=\"http:\/\/pictures.biketravel.net\/index.php\/Traveling\/New-Zealand-2012-13\/4-Christchurch---Mt-Cook---Te-Anau\" href=\"http:\/\/pictures.biketravel.net\/index.php\/Traveling\/New-Zealand-2012-13\/4-Christchurch---Mt-Cook---Te-Anau\" target=\"_blank\">Gallery<\/a>.<\/p>\n<p>PS: PS: Michu, mein ehemaliger Mitreisender, zeigt am 23. Februar in Ostermundigen seine Multivision \u00fcber seine Reise. Mit dabei vielleicht auch ein paar Bilder von oder mit mir. Sicher empfehlenswert \ud83d\ude42<\/p>\n<p><a title=\"http:\/\/www.olalei.ch\/ehywrzjh#\" href=\"http:\/\/www.olalei.ch\/ehywrzjh#\" target=\"_blank\">http:\/\/www.olalei.ch\/ehywrzjh#<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Zeit vergeht unglaublich schnell im Moment und ich kam gar nicht dazu noch einen Blogbeitrag zu schreiben. Aber hier ist er und er handelt \u00fcber die windigen Tage von Christchurch entlang den Neuseel\u00e4ndischen Alpen bis hinunter in den S\u00fcden nach Te Anau. 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